Die Geschichte der Muttentalbahn


Auf Initiative der Gewerken Levin von Elverfeldt und Carl Berger wurde 1829 eine 6 km lange Schienenbahn fertiggestellt, die zu den ersten dieser Art in Europa zählte. Sie erleichterte insbesondere den Abtransport der Kohle südwärts ins Bergische Land. Mußten die Kohlentreiber bisher ihre Lasttiere mühsam über schlechte Wege bergan nach Bommerholz treiben, so zog nun ein Pferd fünf bis sechs Wagen auf blechbeschlagenen Holzschienen (ab 1838 gußeiserne Schienen) zur neu angelegten Kohlenniederlage Bommerholz an der Wittener Kohlenstraße. Überwiegend von Kohlentreibern benutzt, galt diese Verbindung nach Elberfeld als die meistbefahrene Straße Preußens.
 

In nördlicher Richtung verband die Muttentalbahn die Zechen des Muttentals mit den Kohlenniederlagen am Ruhrufer, von denen aus Lastkähne die Kohlen flußabwärts transportierten.

Mit Eröffnung der Bergisch – Märkischen - Eisenbahn 1848 änderten sich die Verkehrswege. Die für das Bergische Land bestimmte Kohle wurde nun über Ruhrbrücken zum früheren Bahnhof Witten – West (heute Witten Hbf) gebracht und auf Eisenbahnwaggons verladen.

Der Überlandtransport mit Lasttieren und Fuhrwerken wurde durch die Eisenbahnen verdrängt; die Wittener Kohlenstraße, die Kohlenniederlage Bommerholz und der südliche Teil der Muttentalbahn verloren an Bedeutung. Auch die Ruhrschiffahrt unterlag der viel effektiveren Eisenbahn.
 

Quelle: Verkehrsverein Witten e.V.
Publikation: Bergbaurundweg Muttental 

Informationen des Verkehrsverein Witten e.V. über das Muttental

Zurück zur Homepage der Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn e.V.
 

Diese Seite wurde entworfen von: Hendrik Gerlach